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Die Möglichkeit der zeitlich variablen Klanggestaltung war für diese Arbeit ein wichtiger Ausgangspunkt. Durch Ausdehnung der Klänge wird Atmosphäre geschaffen, in welche sich das Drum Set einbetten lässt. Die Funktion der Elektronik zielt darauf ab, das Klangspektrum des Drum Sets zu diffundieren und es in die Länge zu ziehen. Diese Verdichtung und Dehnung wird durch gezielte FFT Re-synthese, ständige Echtzeit-Obertonanalyse und durch Anregung der Felle durch die ausgebauten Lautsprechermembranen, die in einer Aufhängung dicht über den Fellen der Trommeln aufgehängt sind, ergänzt. Dieser Teil der Erweiterung ist einerseits manuell über verschiedene Pedale direkt steuerbar, kann aber durch die Obertonanalyse auch rekursiv geschaltet werden (oder beides gleichzeitig). Das Resultat der Analyse sind die einzelnen Teiltöne, die, in einzelne Sinustöne zurückgeführt, wiederum auf die Felle, oder auf die Lautsprecher ausgegeben werden können. Die aus einzelnen Schlägen auf Becken, Glocken und Trommeln extrahierten Informationen lassen sich zu komplexen Schichtungen verweben und bieten so eine zusätzliche musikalische Ebene, die direkt aus dem Instrument selber entsteht. Rhythmische Strukturen werden flächig, Fläche zerfällt zu rhythmischen Strukturen. Live Gespieltes und Live Generiertes wird untrennbar in einem Klangbild zusammengeführt und lässt sich auch visuell kaum trennen. Die Quellen der Entstehung der Klänge wird durch die enge Einbindung der Elektronik ins Instrument quasi deckungsgleich.



The possibility of a time-variable sound design was an important starting point for this work. The expansion of the sounds creates an atmosphere in which the drum set can be embedded. The function of the electronics is to diffuse the sound spectrum of the drum set and to lengthen it. This compression and stretching is complemented by selective FFT re-synthesis, continuous real-time overtone analysis and by excitation of the drum heads using the removed loudspeaker membranes, which are mounted in a suspension close to the drum heads. This part of the extension can be controlled manually via various pedals, but can also be set to recursive mode by overtone analysis (or both at the same time). The result of the analysis are the individual partials, which can be converted into individual sine tones and output to the heads or loudspeakers.
The information extracted from individual strokes on cymbals, bells and drums can be woven into complex layers and thus offer an additional musical level that arises directly from the instrument itself.
Rhythmic structures become flat, the flat decays into rhythmic structures.
Live played sounds and live generated sounds are inseparably brought together in a sound picture. The sources of the sounds’ origin become nearly congruent through the close integration of the electronics into the instrument.

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